Die Erde erweist sich als komplexes System und ist ständigen Veränderungen unterworfen, die v. a. durch den Menschen hervorgerufen werden. Damit ist sie auch zunehmend mehr von globalen Herausforderungen, wie Klimawandel, Umweltphänomenen und Rohstoffverknappung betroffen. Aufgrund dessen sind v. a. die Menschen in der Pflicht, diese Herausforderungen anzugehen und zu bewältigen, um die Erde als Lebensgrundlage für die zukünftigen Generationen zu schützen und zu erhalten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist es das Ziel des Geografieunterrichts, die Schüler*innen dafür zu sensibilisieren und zu motivieren, Räume und Vorgänge sowie Probleme zu realisieren und einzuschätzen. Eng damit verknüpft ist die Schulung von Kompetenzen, die diese Auseinandersetzung mit Mensch und Raum unterstützt und vorwärtstreibt. Hierzu zählen nicht nur grundlegende Orientierungskompetenzen in Atlas, auf der Karte oder im Gelände, sondern auch die Schulung eines kritischen Blicks auf Raumprobleme und Lösungsansätze.
Mittelstufe
Das Fach GEOGRAFIE wird in der Mittelstufe gemäß Stundentafel einstündig erteilt. Dabei vermittelt das Fach geografische Arbeitstechniken, z. B. den Umgang mit dem Atlas und (analogen sowie digitalen) Wandkarten, das Orientieren im Nahraum, aber auch das kontroverse Diskutieren aktueller Umwelt- und Zukunftsproblematiken. Damit werden wichtige welt- und alltagsrelevante Themen im Rahmen folgender Themenfelder aufgegriffen und unter die Lupe genommen:
- Leben in Risikoräumen
- Migration und Bevölkerung
- Vielfalt der Erde
- Armut und Reichtum
- Umgang mit Ressourcen
- Klimawandel und Klimaschutz
- Wirtschaftliche Verflechtungen und Globalisierung
- Europa in der Welt
Oberstufe
In der Oberstufe wird das Fach Geografie in der 11. Jahrgangsstufe im Rahmen des Klassenverbands unterrichtet, im 12. und 13. Jahrgang ist das Fach als Grundkurs oder Leistungskurs wählbar. Die Themenauswahl ergibt sich aus den Vorgaben des Rahmenlehrplans.
Dieser weist für die 11. Jahrgangsstufe folgende Teilaspekte aus:
- Aufbau der Atmosphäre
- Hydrosphäre
- Lithosphäre und Pedospäre
- Bevölkerungswachstum und Nahrungsspielraum
- Energie und Umwelt
Für die Qualifikationsphase in den Jahrgängen 12 und 13 werden folgende Inhalte ausgewiesen:
- Siedlungsentwicklung und Raumordnung
- Europa – Raumstrukturen im Wandel
- Leben in der „Einen Welt“ – „Entwicklungsländer im Wandel“
- Ausgewählte Weltwirtschaftsregionen im Wandel
Aktuell werden die Rahmenlehrpläne für das Fach Geografie in der Oberstufe neu geschrieben, die Einführung ist für 2026/27 (Einführungsphase) bzw. 2027/28 (Qualifikationsphase) geplant.
Im Rahmen des Oberstufenunterrichts wird mehr Eigeninitiative von den Schüler*innen erwartet. Daraus ergeben sich mehr Phasen selbstständigen Arbeitens – möglicherweise auch in kleineren Projekten –, die auf diese Weise auch auf die Prüfungen zum Abitur vorbereiten. Exkursionen gehören ebenfalls zu den Lerninhalten des Geografieunterrichts in der Oberstufe und erweitern die Möglichkeiten zum Ausbau erworbener Fachfähigkeiten sowie zur Entwicklung möglicher Themenschwerpunkte für die Abiturprüfung. Das Fach ist bei entsprechender Kurswahl sowohl als schriftliches, aber auch als mündliches Prüfungsfach denkbar, auch im Rahmen der 5. Prüfungskomponente hat sich das Fach Geografie als beliebtes Wahlfach erwiesen.




