Gros bisous de Paris

Bisher war uns nicht klar, wie lange ein FlixBus allein bis nach Hannover braucht! Bis Paris gefühlte drei Tage! Wir hatten ein sehr internationales Publikum im Bus.  Die Luft war heiß, die.  Beinfreiheit sehr beschränkt  und die Fahrt ein wenig zu wackelig für einige.  Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir am Dienstag, dem 26. Juni 2018 in Paris-Bercy an. 

Nun waren wir, 24 Französischschülerinnen und -schüler des 7. und 8. Jahrgangs zusammen mit zwei betreuenden Lehrerinnen, Frau Schulz und Frau K. Fischer,  in der französischen Hauptstadt  und genossen drei sonnige Tage voller Kultur, Sehenswürdigkeiten und Blasen an den Füßen. 

Empfangen wurden wir besonders herzlich von einem deutschen Bekannten  eines Schülers, der uns eine Abstellmöglichkeit für unsere Koffer bot und sofort ein paar Croissants bereithielt. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg Richtung Place des Vosges, Le Marais und Notre Dame, um schließlich ein wundervolles Mittagessen in der Rue Mouffetard einzunehmen.  Die ersten Bestellungen auf Französisch wurden ganz allein gemeistert, Koffer wieder über hunderte von Höhenmetern treppauf und treppab durch die Pariser Metro geschleppt.  Die Begeisterung über die coolen Eingangstüren bei der Metro hielt so lange an, bis man seinen Koffer und noch zwei Taschen hindurchschleusen musste. 

Endlich in unserem Hotel im Pariser Norden Porte de la Chapelle angekommen, bezogen alle ihre Zimmer und machten sich frisch für einen Picknickausflug in den Parc de la Villette. 

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Tag direkt Richtung Eiffelturm, um mit einem bateau mouche Paris vom Wasser aus zu betrachten.  An uns vorbei zogen die wunderbaren typischen Häuser im Hausmann-Stil, Notre Dame, die Assemblée Nationale und der stählerne Eiffelturm.  Die besten Bilder vom dem Pariser Highlight wurden dann auf dem Platz Trocadéro geschossen. Erwähnt sei auch unser Fotowettbewerb. Jedes Zweier-Team hatte einen Suchauftrag bekommen und sollte in den folgenden drei Tagen ungewöhnliche Perspektiven einfangen: Paris - mon amour/ Street Art/ zum Fressen gern oder Farbenfroh.  

Nach einer kleinen Eispause liefen wir zum Triumphbogen und fanden schließlich auf den Champs-Elysées „unsere“ Pizzeria.  Nach dem gemeinsamen Essen ging der Stress so richtig los. Entscheidungen, wie und wo schaut man das WM-Deutschland-Spiel? Im Hotel oder irgendwo unterwegs, mussten getroffen werden. Nach langer Suche fanden wir endlich eine Sportbar in einer Seitenstraße und wurden besonders freundlich aufgenommen. Dass uns die deutschen Spieler so enttäuschen würden, konnte keiner vorhersehen.  Der amtierende Fußball-Weltmeister flog tatsächlich in der Vorrunde raus. 

Vorher ging es noch über die Madeleine vorbei an Ladurée und die reizvollen Macarons in die Avenue Victor Hugo zum Arc de Triomphe. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Tuileries mussten wir leider - zum Bedauern der Lehrerinnen - feststellen, dass es für eine Besichtigung des Louvre zu spät war. Im Hotel angekommen, durften wir im kleinen Innenhof unser Picknick einnehmen.  

Insgesamt wurden wir so nett und offen von allen aufgenommen. Sei es  der nette Barmann, der uns herzlich empfing, der Bäcker, der geduldig die Akzent lastigen Bestellungen entgegennahm. Oder die Polizisten am Straßenrand und die Kartenverkäuferin: Paris zeigte sich von seiner charmantesten und sonnigsten Seite! Das einzige, was uns fehlte, war Zeit. Zeit für die Mona Lisa, für das Musée d‘Orsay, für mehr Muße und um sich treiben zu lassen. Zeit für die Rue Rivoli, den Arc de Triumphe von oben, und so vieles mehr.

Gut, dass uns am nächsten Tag noch Zeit blieb, den Montmartre und seine netten Gässchen anzuschauen, die wunderschöne Sacré Coeur von innen zu bewundern und ein herrliches 3-Gänge-Menu in einem Restaurant am Fuße des Montmartre zu genießen, bevor wir dann abends wieder in unseren  FlixBus  steigen mussten. Die letzten Meter bis zum Busbahnhof waren etwas in Hetze, da das vorherige Proviantkaufen und Umziehen im Hotel und die Suche nach dem neuen Graffiti von BANKSY viel zu viel Zeit in Anspruch nahm. Doch als dann endlich alle im Bus saßen,  waren die Wangen rot und die Herzen froh!

Nach dieser endlosen Nachtfahrt empfingen uns die Eltern herzlich am ZOB. Alle "Franzosen" durften kurz nach Hause, sich frisch machen. Um 14 Uhr trafen wir uns zum Sommerfest in der Schule und klebten die selbst geschossenen wunderschönen Fotos auf Plakate und veranstalteten einen Fotowettbewerb. Wahre Kunstwerke waren darunter - Spiegel eines herrlichen Paris-Aufenthalts!

FIS

 

 

     
 

 

 
     

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