Radtour Berlin - Usedom

Radtour002Alle auf die Räder, auch bei Regen, von Berlin nach Usedom, mit Zelten und Gepäckwagen, es sind doch bloß 220km. Das hat uns Spaß gemacht, auch wenn es mal einen Plattfuß gab oder zwei Heißsporne gemeinsam auf dem Asphalt landeten oder ganz wundersam beide Pedalen sich nebeneinander schoben.

Wir waren eine Gruppe aus unseren 10. Klassen, die sich die Tour zum Meer zutraute und etwas erleben wollte. Nach der 5. Stunde legten wir unser Gepäck in den Begleitwagen, zogen unsere Regensachen an und fuhren zur S-Bahn, die uns nach Bernau transportierte. Im Regen radelten wir die 40km bis zum Werbellinsee. Für die kurze Strecke war es recht ereignisreich. An der Stadtgrenze von Bernau hatte 5 min. vor uns ein Unfall die beiden Wegweiser umgeknickt - war das ein gutes oder ein schlechtes Omen? Als wir auf einer Nebenstraße endlich freie Fahrt hatten, verhakten sich zwei beim schnellen Antritt und prüften den Asphalt. Bis zum Ziel gab es noch einen Sturz und zwei Plattfüße im nachlassenden Regen, aber alle Probleme konnten behoben werden. "Robin, was ist denn mit deinem Tretlager, die Pedalen sind ja nebeneinander?? Ja, gibt's denn so was, wie kannst du noch fahren? - Morgen früh mit dem Gepäckwagen zum Fahrradladen!"

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Vorbildlich warten in einer Reihe Zeltplatz Werbellinsee Pause am Taubenturm Glambeck Wir warten auf alle

Der Zeltplatz am Werbellinsee war sehr ruhig, denn mitten in der Woche bei 14 Grad blieben die Städter lieber zu Hause. Auf den folgenden 60km nach Prenzlau zog sich die Gruppe auseinander und drei eifrige Radler suchten ihren Weg. Es kam ein Anruf: "Wir sind in der Lindenstraße, wo seid ihr? - Wie heißt der Ort? - Keine Ahnung." Heute wurde mehr in Kartenkunde gelernt als in einem Jahr Geografie. Bald kam ein besserer Anruf: "Wir sind in Pinnow." So konnte auch geholfen werden.

Nach und nach fanden alle den kleinen Zeltplatz am See, der den Einheimischen nicht bekannt war und viele Fragen an die Bevölkerung verlangte. Da es keinen Imbiss auf dem Zeltplatz gab, folgten wir dem findigen Tipp zweier Neugieriger, die bereits ein chinesisches  Restaurant mit Bufett gefunden hatten - das war sehr lecker nach der langen Tour.

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 Zeltplatz Prenzlau  Frühstück Haare föhnen am Zelplatz Zurück vom Arzt, in Strasburg

Am Morgen musste einer wegen eines Zeckenbisses zum Arzt und wurde später mit seiner Begleitung im Gepäckwagen zum begleitenden Lehrer transportiert. Einige hatten den Nutzen des Smartphones entdeckt und bereits die kürzeste Strecke nach Anklam herausgefunden, nicht über die Dörfer, sondern entlang der Bundesstraße, später von einigen auch Autobahn genannt. Notruf an den Gepäckwagen: "Wir können unseren Platten nicht reparieren." Notruf aus Friedland: "Wir können nicht mehr und laufen jetzt." Gut, es sind ja nur noch 20km, also das letzte Viertel. Während die ersten bereits ihre Zelte aufgebaut hatten und sich in der Pizzeria satt gegessen hatten, kamen die letzten erschöpft und wohlbehalten auf dem Wasserwanderrastplatz in Anklam an.

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Links gehts nach Friedland Anklam Kirche Am Wasserwanderrastplatz Am Abend

Das Wetter wollte uns mit seinem Besten belohnen, denn es wurde sonnig. Nach einem ruhigen Frühstück am Marktplatz radelten wir über die Brücke nach Usedom. Notfall: Das zweite Tretlager musste repariert werden. Aber, wie schön, einfach zurück über die Brücke in die Innenstadt und per Smartphone war der Fahrradladen schnell gefunden. Nun fuhr jede Gruppe in dem ihr gemäßen Tempo die letzte Etappe nach Ueckeritz zum ehemals längsten Zeltplatz Europas. Am Abend gab es noch kleine Leckereien am Strand und einige gingen sogar noch in die kalte Ostsee.

Auch die Rückfahrt ging in Etappen, denn einige wollten etwas länger am Meer bleiben. Die meisten Räder kamen mit dem Gepäck in den Begleitwagen und standen bei der Rückkehr am Bahnhof Südkreuz für die Eltern und die müden Helden bereit. Alle waren froh, wieder zu Hause zu sein, und stolz die ganze Strecke allein geradelt zu sein.

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Frühstück in Anklam Wir (mit Sonne und Begleitern) Zeltplatz Ueckeritz Am Ostseestrand

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