Thailand - Freiwilligenarbeit im Land des Lächelns

Thailand 1Als ich mich im Frühjahr dieses Jahres entschloss, gemeinsam mit meinem Freund für einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt nach Thailand zu reisen, hatte ich nur eine vage Vorstellung davon, was mich erwarten würde.
Sechs Wochen Freiwilligenarbeit als Englischlehrer in einer abgelegenen Bergdorfschule – faszinierend und herausfordernd zugleich…

Thailand 2Die Kleinstadt Phrao befindet sich 100 km nördlich von Chiang Mai, umgeben von Reisfeldern und atemberaubenden Berglandschaften. Touristen verirren sich nur selten in diese ursprüngliche Stadt, in der das Leben einfach und herzlich ist.  Man kennt sich, trifft sich frühmorgens auf dem Markt oder verbringt seine Freizeit in der Rang Mai Library, der kleinen Stadtbibliothek.
Die Bibliothek ist Bildungsort und gesellschaftlicher Treffpunkt zugleich und wird seit 2012 von Yoshimi Horiuchi, Gründerin der Always Reading Caravan Association aufgebaut.
Neben der Umsetzung verschiedenster Leseprojekte bestehen Kooperationen mit Schulen in den Bergen nördlich von Phrao. Thailand 3Eine dieser Schulen ist die Mae Pa Ki School im Dorf Ban Mae Pa Ki. Die Schule zählt ca. 220 Schüler von der Vorschule bis zur 9. Klasse aus den Bergvölkern Akha, Karen und Lisu, deren Muttersprache sich voneinander unterscheidet.
Thai wird dementsprechend von allen Schülern der Schule als Zweitsprache gesprochen. Englisch zusätzlich als Fremdsprache in den Schulunterricht zu integrieren, ist ein erster Versuch des Königshauses, die Wettbewerbsfähigkeit thailändischer Absolventen zu steigern.

Sawadee Kha and Good morning teacher!

Die ersten Unterrichtsstunden waren für uns und unsere Schüler gleichermaßen aufregend. Da Unterricht in Thailand hauptsächlich auf Schreiben und Auswendiglernen basiert, kostete es die Schüler große Überwindung, sich in Gruppen vor der Klasse und uns als neuen Lehrern vorzustellen.
Gleichzeitig war es für mich als Pädagogin mehr als befremdlich, dass Schüler in Unterrichtssituationen den Klassenraum verlassen und unbeaufsichtigte Schüler der unteren Klassen aus Neugierde und Langeweile in meinen Unterricht stürmen.
Auch wenn die Kommunikation auf Thai/Englisch nicht immer einfach vor, wurden viele Unterrichtsstunden zu einem kleinen Highlight und ich lernte die Höflichkeit und den Gemeinschaftssinn der Thai-Kultur mit jedem Tag mehr zu schätzen.
Sechs Wochen intensiver Erfahrungen im Unterricht und der gemeinsamen Freizeitgestaltung führten Mitte Juli zu einem emotionalen und tränenreichen Abschied auf beiden Seiten. Ich bin glücklich, diese einzigartige und prägende Erfahrung gemacht zu haben und sehe das deutsche Schulsystem nun aus neuen Blickwinkeln.  
Besonderer Dank gebührt Frau Berg und Herrn Schreiter als Schulleitungsteam der WRO, sowie Heike Schmidt und Ingrid Alberding vom Mittelhof e. V., die meine Auslandspläne von Anfang an unterstützt haben.

Fabienne Sponheimer

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Wilma-Rudolph-Oberschule
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