Hola Wilma!

Da bin ich wieder! Für drei Jahre habe ich eine Wilma-Pause eingelegt und als Lehrerin am Colegio Humboldt Caracas in Venezuela gearbeitet. Dort habe ich im deutschen Zweig Englisch unterrichtet und die Schüler aus dem venezolanischen Zweig auf das Deutsche Sprachdiplom vorbereitet, damit sie auch ohne Abitur in Deutschland studieren können.

Schule in Caracas ist anders als Schule in Berlin: Die Schüler in Venezuela tragen eine Uniform, sie haben jeden Tag 8 Stunden Unterricht und sie duzen ihre Lehrer. Außerdem müssen fast alle - auch die Schüler aus der Oberstufe - von ihren Eltern gebracht und abgeholt werden, weil öffentliche Verkehrsmittel nicht besonders gut und ziemich gefährlich sind.

Auch venezolanischer Alltag ist anders: Nichts geht schnell. Weil Benzin billig ist und die öffentlichen Verkehrsmittel zu unsicher sind, haben die meisten ein eigenes Auto und es gibt eigentlich immer Stau. Die caraqueños bezeichnen diesen Verkehr auch gern als einen „sich langsam bewegenden Parkplatz“. Dazu kommt, dass viele Lebensmittel importiert werden müssen und in Supermärkten nicht immer vorrätig sind. D. h. für Einkäufe muss man oft stundenlang Schlange stehen und darf das, wenn es so außergewöhnliche Ware wie Klopapier, Milch oder Zucker gibt, sogar nur an bestimmten Wochentagen – je nach dem, mit welcher Zahl die Personalausweisnummer endet.

Jetzt tausche ich die karibische Sonne wieder gegen volle Supermarktregale und freue mich auf einen Neuanfang an der Wilma.

Anne Pfau

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Wilma-Rudolph-Oberschule
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D-14169 Berlin

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