Jüdische Zeitzeugin in der Wilma

frau_friedlnderMargot Friedländer, Überlebende des Holocaust, hinterließ einen tiefen Eindruck, als sie am Donnerstag, 07. Oktober, aus ihrem autobiografischen Buch in unserer Mensa vorlas. Nach 18 Monaten im Untergrund wurde sie 1943 in Berlin entdeckt und nach Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung 1945 emigrierte sie in die USA und kam nach 60 Jahren in New York erst kürzlich nach Deutschland zurück und lebt inzwischen in Berlin.

 

Alle Geschichts- und Politikkurse der Oberstufe, d.h. etwa 150 Schülerinnen und Schüler, lauschten gespannt und diszipliniert der 88jährigen Frau Friedländer, die fast eine Stunde lang aus ihrem kürzlich erschienenen Buch  „Versuche, dein Leben zu machen“ vorlas. Danach beantwortete Margot Friedländer geduldig und detailliert viele Fragen aus dem sehr interessierten und bewegten Publikum. Auf die Frage eines Schülers, weshalb sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt sei, erwiderte Frau Friedländer sinngemäß: „Wir Zeitzeugen sterben ja bald aus. Ich möchte aber, dass ihr dafür sorgt, dass so etwas nie wieder passiert. Nur durch Toleranz und Courage haben Menschlichkeit und Frieden eine Chance !“ Abschließend konnten auch noch ein gutes Dutzend Exemplare ihres Buches erworben werden, die sie liebevoll signierte.

P.S. Am 11. November wird im RBB der Film „Verspätete Rückkehr“ gezeigt, der sich an dem Buch von Margot Friedländer orientiert.

 

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